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Dialogforum Außer-Haus-Verpflegung

Weiteres Vorgehen des Dialogforums „Zu gut für die Tonne! – Dialog zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung“ aufgrund von Covid-19

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen um Covid-19 wird nicht wie geplant im Mai die nächste Dialogveranstaltung stattfinden. Um den Prozess trotzdem nicht zu verzögern, erarbeitet das Projektteam derzeit Online-Formate zum Austausch, die voraussichtlich im Mai und Juni stattfinden werden. Diesbezüglich werden wir die Teilnehmenden des Dialoges in Kürze hier auf der Website und per Mail informieren.


Zu gut für die Tonne! – Dialog zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung

Lebensmittelabfälle zu vermeiden, ist in das Interesse der gesamten Öffentlichkeit und der Politik gerückt. Mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung wurde die Verringerung der Lebensmittelabfälle aufgegriffen. Der Außer-Haus-Markt hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bereits 2017 lagen die Konsumausgaben außer Haus bei knapp 80 Milliarden Euro. Mit der Zunahme des Essens außer Haus geht für die Unternehmen eine steigende Verantwortung einher. In Gastronomie und Verpflegung fällt mit Abstand der größte Anteil an Lebensmittelabfällen in Bezug zur eingesetzten Mengen an: Bis zu 35 Prozent der zubereiteten Lebensmittel landen im Müll. Gleichzeitig wird dem Außer-Haus-Markt das größte Potenzial bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen zugesprochen. Ebenso kommt ihm eine zentrale Rolle als Multiplikator zu, ob in der Kommunikation mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Gästen oder in die Gesellschaft hinein.

Dialogforum Außer-Haus-Verpflegung

Ziel des Dialogforums ist es, gemeinsam mit den wesentlichen Akteuren eine Branchenvereinbarung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen für diesen Bereich auf den Weg zu bringen. Diese sollte konkrete Reduktionsziele enthalten und Maßnahmen festlegen, die in regelmäßigen Abständen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert werden. Der Auftakt des Dialogforums fand im Februar 2019 statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien und Behörden, Verbänden und Unternehmen sowie aus Forschung und Zivilgesellschaft werden einbezogen. Für die Unternehmen wurde ein Querschnitt aus der sehr heterogenen Branche des Außer-Haus-Marktes gesucht, um die verschiedenen Perspektiven zu berücksichtigen. So sind sowohl Individualgastronomie, wie etwa Hotels oder Restaurants, genauso vertreten wie die Gemeinschaftsgastronomie, beispielsweise Betriebsrestaurants, Krankenhäuser, Schulen oder Seniorenheime. Das Dialogforum Außer-Haus-Verpflegung ist Teil der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung und wird vom WWF Deutschland koordiniert. Projektpartner sind die Fachhochschule Münster, United Against Waste e.V. und das Institut für Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft (INL).

Parallel zu den Dialogveranstaltungen werden Demonstrationsvorhaben mit jeweils bis zu vier ausgewählten Pilotunternehmen aus den Bereichen Business & Industry, Tourismus und Care durchgeführt. Dabei werden die Lebensmittelabfälle in den Betrieben entlang des Produktionsprozesses zu verschiedenen Zeitpunkten erfasst und analysiert. Auf Basis der Ergebnisse werden Reduktionsmaßnahmen entwickelt, die in Handlungsleitfäden aufgegriffen werden. Für die Koordinierung der Demonstrationsvorhaben ist United Against Waste e.V. zuständig.

Allgemeine Informationen zum Dialogforum

Eingeladen werden rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus der Außer-Haus-Verpflegung, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft sowie aus dem Bereich der Ausbildung. Die Dialogforen finden zweimal im Jahr statt, insgesamt sind fünf Veranstaltungen über einen Zeitraum von 2019 bis 2021 vorgesehen. Das Projekt wird mit einer öffentlichkeitswirksamen Abschlusskonferenz in 2021 beendet, auf der die Ergebnisse vorgestellt werden. Für das Dialogforum wird die sogenannte Chatham House-Regel angewandt, sie regelt die Weitergabe von Inhalten vertraulicher Gespräche an Dritte und gewährleistet eine möglichst offene Diskussion. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell und inhaltlich unterstützt und gefördert.