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Mecklenburg-Vorpommern

Unter dem folgenden Leitbild widmet sich das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern der „Lebensmittelwertschätzung.

Die Fakten

  • In der Landwirtschaft werden Erzeugnisse, die nicht marktfähig sind, nicht geerntet, weil sie in Form, Farbe oder Größe abweichen oder zu niedrige Preise erzielen.
  • Beim Hersteller wird Überproduktion vernichtet, weil die Nachfrage z. B. witterungsbedingt ausbleibt.
  • Der Handel entsorgt Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums.
  • Bäckereien bieten Brot vom Vortag nicht mehr an, in der Regel wird es als Futtermittel verwendet.
  • In Kantinen müssen Buffetreste aus hygienischen Gründen entsorgt werden.
  • Verbraucher kaufen oder kochen zu viel oder lagern Lebensmittel falsch. 11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jährlich in Deutschlands Mülltonnen!
  • Jedes achte Lebensmittel, das wir in Deutschland einkaufen, landet in der Tonne.
  • Pro Person und Jahr sind das nach Zahlen aus dem Jahr 2012 durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel .

Die Entstehung von Lebensmittelabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist aus ethischer, ökologischer, sozialer und nicht zuletzt ökonomischer Sicht problematisch und widerspricht dem Nachhaltigkeitsgedanken.

Die Ziele

In seiner Roadmap für ein ressourcenschonendes Europa hat die Europäische Kommission beschlossen, der Lebensmittelverschwendung in Europa Einhalt zu gebieten.

Aktuell plant sie, die Mitgliedstaaten im Rahmen der Novellierung der europäischen Abfallrichtlinie dazu zu verpflichten, ihre Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2025 um 30 % zu reduzieren.

Das entspricht einer Reduktion von geschätzten 90 auf 63 Mio. t (für EU-27). Die wichtigsten Hebel werden dabei allgemein in den Bereichen Aufklärung, finanzielle Anreize, Organisation und Recht gesehen. Bisher wurden in Deutschland überwiegend „weiche“ Maßnahmen wie Aufklärungskampagnen und Informationsplattformen umgesetzt. Die Bundesregierung will die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den von der Bundesregierung eingeleiteten Strategieprozess zur Entwicklung einer Handlungs- und Forschungsagenda zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten.

Die Maßnahmen

Die Themen Lebensmittelverschwendung, Wertschätzung und nachhaltiger Konsum sind in Mecklenburg-Vorpommern in der gesellschaftlichen und politischen Debatte verankert.

Mit vielfältigen Aktionen und Initiativen fördert das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Verbänden und Institutionen auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis das Bewusstsein für die Wertschätzung und den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.

Dabei setzt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern vor allem auf Austausch und Vernetzung zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette, um Strategien gegen Verschwendung von Lebensmitteln auf allen Ebenen zu befördern und zu entwickeln. In den Verbändegesprächen und bei Vor-Ort-Terminen werden bewährte und vorbildliche Methoden, Praktiken oder Vorgehensweisen, die zur Verlustminderung beitragen, vorgestellt und den Akteuren vertraut gemacht.

Im Bereich der Verbraucherbildung wird die erfolgreiche Initiative Zu gut für die Tonne!des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft genutzt. Die dort verfügbaren Informationen und Materialien machen Bürgerinnen und Bürgern aus allen Lebenswelten auf den Wert von Lebensmitteln, die Folgen der Verschwendung und Möglichkeiten zu der Vermeidung aufmerksam.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern fördert

auch unter dem Aspekt der Vermittlung der notwendigen Verbraucher- und Unternehmenskompetenzen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, z. B. auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung, kurz MeLa, Umweltprojekttagen oder den Tagen des offenen Hofes, wird die Thematik offensiv kommuniziert.

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