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Dänemark

Eine Restaurantmitarbeiterin gibt einem Gast eine Reste-Box mit
Dänische Restaurants verteilen übriggebliebene Speisen per App (Bild: Too Good To Go)

Erfolgreich mit freiwilligen Maßnahmen: In Dänemark konnte die Verschwendung von Lebensmitteln gesenkt werden – sogar um ein Drittel seit 2010.

Appelle, etwas für die Umwelt zu tun

Treibender Motor ist die Non-Profit-Organisation Stop Spild Af Mad (Stoppt die Lebensmittelverschwendung). Sie klärt die Bürger über das Thema auf und appelliert an die Vorlieben der Dänen, gutes für die Umwelt zu tun und Geld zu sparen.

Unternehmen sind aktiv

Ein dänisches Start-up hat eine App entwickelt, die Menschen Mahlzeiten vermittelt, die sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten: Die mittlerweile auch in Deutschland erhältliche App too good to go vermittelt Restaurants und Bäckereien, die kurz vor Feierabend überzähliges Essen vergünstigt abgeben. Und viele Supermärkte haben „stop food waste areas“ eingerichtet. Dort gibt es Lebensmittel zu günstigen Preisen zu kaufen, die kurz vor dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums stehen, ähnlich wie in vielen deutschen Supermärkten.

Weniger Lebensmittelabfälle

In Dänemark landen pro Kopf der Bevölkerung jede Woche durchschnittlich ein Kilo Lebensmittel im Abfall, also 52 Kilo im Jahr. Das ergab eine Untersuchung des dänischen Umwelt- und Ernährungsministeriums. Übrigens: Menschen in Entwicklungsländern – in Afrika südlich der Sahara und in Süd- und Südost-Asien – werfen nur sechs bis elf Kilo Lebensmittel pro Kopf und Jahr weg. Allerdings verdirbt in diesen Ländern die Hälfte aller Lebensmittel bereits auf dem Weg vom Acker bis zum Teller durch schlechte Lagerhaltung.

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